Unsere Geschichte (by graideag&Herbstfreund)

In diesem Thread wollen Herbstfreund und ich Euch an "Unserer Geschichte" teilhaben lassen.

29. Oktober 2011
Unsere Geschichte (by graideag&Herbstfreund)

Hallo liebe Kopfkinofans,

in diesem Thread wollen Herbstfreund und ich Euch an "Unserer Geschichte" teilhaben lassen.

Ihr sollt uns - Charlotte und Alexander - nicht nur eine Nacht lang begleiten, sondern über einen langen Zeitraum, eben so lange Ihr uns lesen wollt.

Natürlich schildern wir Euch erstmal in ausführlicher Form unser erstes Kennenlernen in all seinen prickelnden Einzelheiten und dann schauen wir mal was wir sonst noch so miteinander erleben werden.

Eine Telenovela nur ohne Tele sondern mit viel Kopfkino!!!

Viel Spaß wünschen wir Euch nun mit Teil 1

Eure
Charlotte und Alexander
29. Oktober 2011
Teil 1

SIE:

Eigentlich hatte ich keine Lust auszugehen und zu tanzen schon gar nicht. Als meine Freundin anrief, hatte ich es mir mit einem Tee und einem guten druckfrischen Buch gemütlich gemacht, ließ mich dann aber doch von ihrer hartnäckigen Art überreden, nein besser ausgedrückt - erpressen. Auflegen würde Sabrina erst, wenn sie ein „Ja“ zu hören bekommen würde, da brauchte ich übers Lesen nicht mehr nachdenken. "Zuhause herumsitzen kannst Du noch wenn Du alt und gebrechlich bist!" bekam ich abschließend zu hören und damit war sie fertig mit ihrem Plädoyer und schon halb auf dem Weg zu mir. Sie hatte ja Recht, das musste ich zugeben und ein wenig Discoluft konnte nun wirklich nicht schaden.

Also duschte ich, föhnte meine Haare zu einer ansprechenden Frisur, legte Make-up auf und stand dann eine Weile ratlos vor dem Kleiderschrank. Am Ende entschied ich mich für ein klassisches Schwarz. Schwarzer kurzer Faltenrock, schwarzes enges Shirt mit tiefem Ausschnitt, schwarze hohe Stiefel und dazu hautfarbene glänzende Nylons. Der Blick in den Spiegel fiel ganz passabel aus und die blutrot geschminkten Lippen, die ich dort sah, schenkten mir ein Lächeln. So konnte ich mich durchaus unter Menschen wagen.

In der Disco fanden Sabrina und ich schnell den Raum mit dem Musikstil, der Beine und Hüften musikalisch ansprach und begaben uns auf die Tanzfläche. Nach ein paar zaghaften schüchternen Bewegungen erinnerte sich mein Körper wieder daran, wie tanzen funktionierte und der wirklich gute DJ tat sein Übriges dazu, so dass ich bald völlig gefangen war von dem Rhythmus der mich umgebenden Klänge. So gefangen, dass ich IHN zunächst gar nicht bemerkte ...

ER:

Wieder war‘s Freitagabend und wieder fand ich mich vor dem Fernseher sitzend, ein oft und gern wiedergesehener Horrorfilm aus den 80ern drehte sich im DVD Player.

"Öde...." dachte ich in einem hellen Moment und bevor ich mich‘s versah hatte ich schon die Fernbedienung in die Hand genommen, die Disk aus dem Spieler zurück ins Regal gestellt und stand vor meinem Kleiderschrank.

Irgendetwas zwang mich geradezu dazu mit meinem bequemen Feierabendtrott der letzten Monate zu brechen und seit langem mal wieder auszugehen.

Schwarzes Hemd, schwarze Hose, nochmal schnell rasiert und unter die Dusche, schon befand ich mich auf dem Weg zur Disko, die schon zu dieser frühen Stunde recht gut besucht war.

Eigentlich wollte ich mir mit dem Tanzen ja Zeit lassen, doch mein Blick hatte etwas auf dem Dance-Floor registriert, dass mich meine ganze "Disko-Routine" vergessen ließ: Sie...
War es ihr schwarzer Faltenrock in Kombination mit den nylonbestrumpften Beinen in hohen schwarzen Stiefeln oder doch viel mehr die anmutige Art wie sie sich auf der Tanzfläche bewegte, alles und alle um sie herum ausblendend, überstrahlend, die meine Aufmerksamkeit auf sich zog….?

Vielleicht…. vielleicht war es auch ihr entwaffnendes Lachen das ich durch den Geräuschewust aus pulsierender Musik und gebrüllter Konversation um mich herum zu vernehmen vermeinte, so als ob es nur für meine Ohren bestimmt gewesen wäre - dabei galt es ganz offensichtlich ihrer rothaarigen Begleiterin, die ihr gerade etwas ins Ohr flüsterte.

Möglichst unauffällig versuchte ich mich der kleinen Schönen in Schwarz zu nähern- und fing mir prompt ein paar Ellenbogen allzu enthusiastischer Mittänzer in Brusthöhe ein, denen ich bei meinem Weg durch das menschliche Labyrinth auf dem Dancefloor nicht rechtzeitig ausweichen konnte- aber ich trug’s mit Fassung, versuchte eher schon mal die gehörten Rhythmen vom Ohr in die Füße fließen zu lassen, was diesmal langsamer als gewohnt von statten ging weil ich viel zu sehr darauf bedacht war nicht noch am Ende direkt vor ihr über meine eigenen Beine zu stolpern.

Erleichtert atmete ich kurz durch…. Nur eine kleine Mauer aus weiblichen Tänzern trennte mich noch von ihr; die würde spätestens zu Beginn des nächsten Songs bröckeln und dann konnte ich ganz harmlos zu ihr vorstoßen.

Ich hätte mir allerdings schon denken können dass ich mich bereits in ihrem Blick-Radius befand….

...
29. Oktober 2011

schön geschrieben.....aber ich möchte wissen wie eure herzen pochten...was ihr ihr in jenem mom. gefühlt habt....


weiter so
29. Oktober 2011
Bitte

nicht zu lange auf die Folter spannen, wir wollen meer *ja*
29. Oktober 2011

Och ja, doch...ich würde auch noch etwas mitlesen. *g*
29. Oktober 2011

und wie gehts weiter in der disko?
29. Oktober 2011

Ich schreibe jetzt auch im Namen von Alexander:

Wir danken Euch für das Feedback und werden Euch morgen erzählen, wie es in der Disco - und wer weiß wo sonst noch - weiterging

LG Charlotte und Alexander
29. Oktober 2011

Die Spannung steigt!

Sehr schön, so ein Fortsetzungsroman...ich liebe das...

LG Na
29. Oktober 2011

weiter *top*
30. Oktober 2011

Das Glas Rotwein steht rechts neben mir, links befinden sich die Weintrauben, jene die köstlich schmecken, und warum auch immer, sich sehr schnell in Luft auflösen.

Gemütlich sitze ich in meinem Ohresessel und lese ein gutes Buch, dessen beginn mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert, denn es könnte so real sein.....

Genauso @ graidheag und Alexander habe ich mich gefühlt, als ich den ersten Teil eurer Geschichte las.

Es wird mir ein richtiges Vergnügen sein zu lesen, wie es weitergeht.


LG

Frank
30. Oktober 2011

Jetzt auch nochmal von mir ein herzlichens Dankeschön für das bisherige Feedback! *liebguck*

Verwandtschaftsbesuch hält mich noch in seinem Knebelgriff bis zum Abend, deshalb bin ich sehr froh dass graidheag schon mal den ersten Teil "Unserer Geschichte" ins Kopfkino gestellt hat.*smile*
30. Oktober 2011
da es sich um eine...

durchaus spannende fortsetzungsgeschichte handelt....haben wir sie nun in diese gruppierung verschoben...*les*

....und hoffen, dass sich der "knebelgriff" bald löst und du uns mit einer fortsetzung "erlösen" wirst *smile*
30. Oktober 2011

Das werde ich sicher auch ab und dann machen, zunächst aber hat graidheag unser Lektorat- und das ist bei ihrem genauen Auge für kleine Fehler und Ungereimtheiten auch gut so.*zwinker*
30. Oktober 2011
Teil 2

Sie:

Ich denke, hätte mich Sabrina nicht zu einem herzlichen Lachen verleitet, durch eine kleine Anekdote ihres Bürowahnsinns, hätte ich ihn vielleicht nicht bemerkt. Aber so fiel mein Blick, beim Kopf in den Nacken werfen, auf einen Mann, der meinen Kleidungsgeschmack eins zu eins teilte. Um Coolness bemüht lehnte er am Rand der Tanzfläche, was ihm irgendwie einen gewissen Touch verlieh. Sein Blick wanderte über die Köpfe der rhythmisch wabernden Massen … blieb an mir haften … mustere mich… löste ein kleines Kribbeln in Bauchnabelgegend aus. Schnell und ein wenig peinlich berührt, drehte ich mich wieder zu Sabrina, irgendetwas zwang mich dann aber doch noch einmal in seine Richtung zu schauen. Schade … weg war er!

Ich gab mich wieder der Musik hin und erspähte ihn erneut bei einer Drehung meinerseits. Der arme Kerl war gerade von einem Ellenbogen touchiert worden, kämpfte sich aber trotzdem tapfer durch die zuckenden Körper. Je näher er kam, umso mehr Details seiner Erscheinung konnte ich, selbst versteckt durch eine Gruppe zappelnder Frauen, erkennen. Sein dunkelblondes Haar hatte er offensichtlich nur mit dem Fingerkamm gerichtet und ich hätte schwören können, dass seine Augen braun waren. Leider war sein Gesichtsausdruck ein wenig angestrengt und konzentriert, so blieb mir ein Lächeln verborgen … diese Augen hätte ich zu gerne auch mal lächeln gesehen. Er kam langsam aber stetig näher an Sabrina und mich heran.

Ich dachte noch wie nett es doch wäre, wenn der rüber kommen würde, da hatte ich plötzlich einen Möchtegerncharmbolzen der besonders aufdringlichen Art vor mir. „
Na, auch hier?“ plärrte mir seine Stimme entgegen und dann entblößte er ein Lächeln zum Weglaufen. „Sag mal von welcher Wolke bist denn Du gefallen?“
„Ich bin direkt dem Fegefeuer der Hölle entstiegen und jetzt geh‘ bitte weiter, ich möchte tanzen. Danke!“
Leider ließ sich John Travolta für Arme nicht vertreiben, eher im Gegenteil, er startete eine ganz plumpe Antanzoffensive. Ging hinter mir leicht in die Knie und versuchte sein Becken an meinem Po zu reiben. „Berühre mich und Du bist um eine schlimme Erfahrung reicher“ dachte ich und machte vorsichtshalber einen Schritt nach vorne.

Wo sind die ganzen stolzen Ritter, wenn man sie zur Rettung eines bedrängten Burgfräuleins braucht? Da weit und breit kein Mann in Rüstung zu erspähen war, musste ich das Problem wohl selbst beseitigen. Ich drehte mich gerade zu Mr. Aufdringlich um, da bekam ich unerwartete Hilfe von meinem Edelmann in Schwarz.
„Danke, dass Du auf meine Freundin aufgepasst hast mein Freund!“
Er klopfte dem verdutzt dreinschauenden Gigolo auf die Schulter … drehte sich zu mir und schob mich von meinem Belagerer weg. „Danke!“ mehr bekam ich nicht hervor, denn ich war schon dabei in seinen lächelnden braunen Augen zu versinken.


ER:

Noch bevor ich die tanzende Frauenclique auf dem Weg zu meinem anvisierten Ziel- der kleinen Schönen in Schwarz- passieren konnte, hatte sich schon das nächste Hindernis zwischen mir und ihr aufgetürmt- doch netterweise tat es mir gleich ganz von alleine den Gefallen sich durch eine absolut blöde Anmache selbst zu disqualifizieren wofür ich ihm heimlich dankbar war- hatte ich doch innerhalb einer halben Schrecksekunde schon damit gerechnet ausgespielt zu haben bevor ich überhaupt eine Chance auf Tuchfühlung mit der faszinierenden Fremden gehabt hätte.

Ihr genervter Gesichtsausdruck und abwehrende Körperhaltung sprachen Bände, nur mein Nebenbuhler schien nicht gerade empathisch begabt zu sein, vielleicht war er auch einfach nur taub.

Zeit also diese peinliche Episode abzukürzen…

„Danke dass Du auf meine Freundin aufgepasst hast, mein Freund.“, hörte ich mich in einem für mich selbst überraschend coolen Tonfall sagen, klopfte dem ziemlich verdattert dreinblickenden Gesellen auf die Schulter und schob meine süße Stiefelträgerin sachte aus seinem Blickfeld.

Ich hörte ihr gehauchtes „Danke“, nahm es aber kaum wahr denn mein Blick versank fast sofort in ihren fröhlich-sprühenden grünen Augen, bei denen ich wirklich nicht viel Phantasie anwenden musste um mir vorzustellen wie sie wohl in leidenschaftlichen Momenten glänzen würden.

Die Frau hatte Temperament, das war mir schon durch ihre anmutigen Bewegungen beim Tanzen aufgefallen obwohl ich ja in erster Linie auf ihre bestiefelten Beine geachtet hatte, jetzt aber direkt vor mir bestach mich auch ihr offenes, verführerisches Lächeln und die vollen Lippen, denen ich unbedingt einen Kuss abringen wollte… ‚Einen?‘ – 'Ich sollte meine Ambitionen bei so einer Klasse-Frau wohl etwas höher stecken', schalt ich mich in Gedanken.

Jetzt schaltete sich ihre rothaarige Freundin ein, die wohl bis eben noch anderweitig abgelenkt gewesen war und das jetzt kompensieren wollte.

„Spitze dass Du Dich eingeschaltet hast. Da war ich wohl gerade nicht auf meinem Posten… Sagt mal, wollen wir nicht mal vielleicht an die Bar…? Ich hätte Durst…“

Wir tauschten einen bedeutungsschweren Blick des gegenseitigen Verstehens.

„Geh Du nur ruhig, Sabrina…“, hörte ich sie sagen, den Rest bekam ich nicht mehr so deutlich mit weil mir gerade ganz heiß wurde beim Anblick ihres kurvigen Körpers, der genau an den richtigen Stellen nicht mit üppiger Weiblichkeit geizte.

Und so zog die Rothaarige erst mal von dannen während wir uns wieder einen stummen, tiefen Blick zuwarfen und der DJ den nächsten Song auflegte:

Es war etwas Heißes, Latino-mäßiges das ich vorher noch nie gehört hatte aber anscheinend genau für diesen Abend, diesen Moment komponiert worden zu sein schien.

Noch wollten wir den Zauber unseres Kennenlernens nicht durch einen gebrüllten Wortwechsel abflachen lassen, wir hatten aber auch noch nicht dieses Level an Vertrautheit erreicht dass uns ermutigen würde dem jeweils anderen einen stilleren Ort für die Intensivierung unserer Zweisamkeit vorzuschlagen.

Also was machen…? Wir waren ja schließlich – rein oberflächlich gesehen- zum Tanzen hergekommen, also war dies genau der richtige Zeitpunkt zunächst mal unsere Körper im Rhythmus der Musik ihre gemeinsame Sprache finden zu lassen….
30. Oktober 2011

"Der Zauber Eures Kennenlernens..."

Ja, er hat sich angeschlichen...auch bei mir *zwinker*
Sehr schön zu lesen!

LG Natascha

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